Ob Empfang, Küche, Labor oder Werkstatt – Material, Größensystem und Veredelungsart lassen sich am besten branchenübergreifend abstimmen, bevor die erste Bestellung ausgelöst wird.
Nennen Sie uns die beteiligten Abteilungen und ungefähre Stückzahlen, damit wir Modelle und Farbkonzept für Ihr gesamtes Team vorschlagen können.
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In vielen Berufen gehört der Kittel so selbstverständlich zum Arbeitstag wie das Werkzeug oder die Speisekarte, ohne dass darüber groß nachgedacht wird. Wer als Unternehmen einen Kittel mit Logo ausgibt, platziert die eigene Marke dort, wo Kundinnen und Kunden, Patienten oder Gäste sie über Stunden hinweg vor sich haben – nicht als kurzfristige Werbebotschaft, sondern als Teil der täglichen Arbeitskleidung. Anders als viele klassische Werbeartikel bleibt der Kittel dabei überwiegend am Arbeitsplatz sichtbar, was ihn zu einem sehr gezielten Markenträger macht, der selten in der Schublade landet. Gerade weil er über Jahre hinweg im Einsatz bleibt, lohnt sich bei der Auswahl mehr Sorgfalt als bei kurzlebigen Gadgets.
Bevor Modell und Veredelung feststehen, lohnt sich ein Blick auf die Branchen, in denen Kittel überhaupt zum Einsatz kommen – die Anforderungen unterscheiden sich dabei deutlich. Wer zusätzlich Schürzen für den Thekenbereich bestellt, kombiniert beide Kleidungsstücke häufig innerhalb desselben Teams, je nachdem, welche Aufgabe eine Person gerade übernimmt.
Welche Variante am Ende passt, hängt weniger vom Wunschbudget als vom tatsächlichen Arbeitsalltag ab: Ein Kittel, der in der Küche Flecken abweisen muss, hat andere Prioritäten als ein Modell, das im Empfangsbereich einer Praxis in erster Linie ordentlich aussehen soll. Genau diese Prioritäten bestimmen im nächsten Schritt die Wahl des Materials. Wer mehrere Abteilungen gleichzeitig ausstattet, profitiert zudem davon, die Farbwahl schon in dieser frühen Phase mit allen Beteiligten abzustimmen, statt sie erst bei der eigentlichen Bestellung festzulegen.
Wer Kittel bedrucken lassen möchte, sollte nicht nur auf die Optik des Aufdrucks schauen, sondern auch auf das Gewebe darunter: Gewicht, Mischungsverhältnis und Verschlussart entscheiden mit, wie lange ein Kittel im täglichen Waschgang seine Form und Farbe behält. Die folgende Übersicht zeigt vier Grundmodelle, wie sie aktuell im Sortiment stehen und in unterschiedlichen Branchen jeweils unterschiedlich häufig bestellt werden.
Auffällig ist der Zusammenhang zwischen Polyesteranteil und Formstabilität: Modelle mit einem höheren Polyesteranteil behalten ihre Passform auch nach häufigem Waschen bei höheren Temperaturen eher als reine Baumwollqualitäten, verlieren dafür aber etwas an Atmungsaktivität, was bei langen Schichten spürbar sein kann. Für Berufe mit viel Bewegung, etwa in der Gastronomie, kann diese Abwägung ebenso wichtig sein wie das Motiv des Aufdrucks selbst. Für Tätigkeiten mit häufigem Kontakt zu Flüssigkeiten oder Reinigungsmitteln greifen viele Betriebe bei der Bestellung zusätzlich zu Handschuhen, die zur gleichen Abteilung geliefert werden. Auch die Taschenanzahl wirkt sich auf die Haltbarkeit aus: Wer Werkzeug, Stifte oder Kleinteile in die Seitentaschen steckt, sollte auf verstärkte Nähte an den Taschenrändern achten, da genau dort die ersten sichtbaren Abnutzungen entstehen.
Steht das grundsätzliche Material fest, bleibt die Frage, welches der vier Modelle für die eigene Abteilung tatsächlich sinnvoll ist. Vier Kriterien tauchen dabei in nahezu jeder Beratung wieder auf, unabhängig davon, ob es um eine Arztpraxis, ein Restaurant oder eine Werkstatt geht. Werden sie von Anfang an gemeinsam betrachtet statt einzeln nacheinander abgehakt, lassen sich spätere Reklamationen wegen unpassender Größen oder unbequemer Schnitte meist vermeiden.
Materialgewicht
Leichtere Qualitäten um 160 g/m² eignen sich für warme Küchen oder Sommermonate, schwerere Twill-Stoffe halten in Werkstätten mechanischer Belastung stärker stand.
Verschlussart
Knopfleisten wirken zurückhaltender im Kundenkontakt, eine Öffnung am Rücken erleichtert dagegen das schnelle An- und Ablegen im Schichtbetrieb.
Taschenkonzept
Zwei bis drei Taschen reichen für Stift, Namensschild und Kleinteile meist aus – zusätzliche Innentaschen lohnen sich vor allem im technischen Bereich.
Veredelungsfläche
Brusthöhe eignet sich für kompakte Logos, während ein Rückendruck aus größerer Entfernung lesbar bleibt. Häufig kommt ein Namensschild auf Brusthöhe hinzu, das Logo und Personenzuordnung sauber voneinander trennt.
Keines dieser vier Kriterien lässt sich isoliert betrachten: Ein Kittel mit vielen Taschen und schwerem Gewebe etwa wirkt in einem hellen Empfangsbereich schnell unpassend, selbst wenn Verarbeitung und Funktion für sich genommen überzeugen. Als Arbeitskittel als Werbegeschenk funktioniert am Ende das Modell am besten, das zur täglichen Bewegungsroutine der tragenden Person passt. Eine kurze Rücksprache mit einzelnen Mitarbeitenden aus jeder Abteilung deckt solche Widersprüche meist schneller auf als eine reine Musterbestellung durch die Einkaufsabteilung allein.
Eine Pflegeeinrichtung mit rund 80 Bewohnerinnen und Bewohnern stellt die Arbeitskleidung für drei Bereiche neu zusammen: Pflege, Reinigung und Hauswirtschaft. Bislang trugen alle Abteilungen ähnliche weiße Kittel, was im Alltag immer wieder zu Verwechslungen an der Rezeption führte, insbesondere bei neuen Besuchern, die niemanden im Haus persönlich kennen.
Die Einrichtungsleitung entscheidet sich für eine farbliche Zuordnung nach Rolle, jeweils mit demselben Logo auf der Brusttasche, aber unterschiedlicher Bundfarbe, damit die Zugehörigkeit auch auf mehrere Meter Entfernung erkennbar bleibt. Die Umsetzung verteilt sich klar auf drei Zuständigkeiten:
An jedem Stationseingang steht seither zusätzlich ein Spender mit Handdesinfektion, dessen Farbe bewusst auf die neue Kittelfarbe der jeweiligen Station abgestimmt wurde – ein kleines Detail, das Besucherinnen und Besuchern die Orientierung zusätzlich erleichtert. Nach wenigen Wochen berichtet die Rezeption, dass sich Anfragen zur richtigen Ansprechperson spürbar reduziert haben, weil die Zuordnung über Farbe und Logo auf den ersten Blick funktioniert. Für die Einrichtung ist der Kittel als Werbemittel damit zugleich zu einem internen Organisationswerkzeug geworden, das über die reine Markenwirkung hinausgeht. Auch neue Auszubildende finden sich durch das Farbsystem schneller zurecht, weil sie Kolleginnen und Kollegen anderer Abteilungen bereits am ersten Arbeitstag optisch zuordnen können, ohne jede Person einzeln vorgestellt zu bekommen.
Wer Kittel für ein gemischtes Team bestellt, kommt an zwei parallelen Größensystemen kaum vorbei: Unisex-Modelle folgen meist der Schrittfolge 2XS bis 4XL, während tailliert geschnittene Damenmodelle in numerischen Konfektionsgrößen von 38 bis 64 laufen. Werkstätten und Technikbetriebe, die zusätzlich Werkzeuge und Tools ordern, planen die Kittelgrößen häufig direkt mit der übrigen Werkstattausrüstung zusammen, damit Lieferung und Übergabe an das Team an einem einzigen Termin stattfinden können.
Größen: Unisex 2XS bis 4XL für Arbeitshemden und Tuniken, numerische Damengrößen 38 bis 64 für taillierte Kittelmodelle.
Verschluss: Durchgehende Knopfleiste vorne, alternativ Öffnung mit Knöpfen am Rücken oder Gürtel für taillierte Modelle.
Manschetten: Bei langärmeligen Modellen geknöpft, damit sie sich bei Bedarf enger schließen lassen.
Veredelungsflächen: Brusttasche für kompakte Logos, Rückenteil für größere Motive, Ärmel für kleinere Zusatzkennzeichnungen.
Bei gemischten Bestellungen mit beiden Größensystemen lohnt sich eine gemeinsame Liste pro Station oder Abteilung, damit Unisex- und Damengrößen nicht getrennt nachbestellt werden müssen. Gerade bei jährlich wiederkehrenden Bestellungen erspart eine solche Liste zusätzliche Rückfragen, weil Größenwechsel einzelner Mitarbeitender sofort dokumentiert sind. Ein einheitlich platziertes Logo über beide Systeme hinweg – etwa immer auf der linken Brusttasche – hält zudem den optischen Gesamteindruck stabil, selbst wenn Schnitt und Größenlogik der Modelle sich unterscheiden. So bleibt der Kittel mit Firmenlogo über verschiedene Teamgrößen hinweg wiedererkennbar. Bei jährlich wiederkehrenden Nachbestellungen lohnt es sich außerdem, die einmal festgelegte Logoplatzierung schriftlich festzuhalten, damit auch nach einem Wechsel der Ansprechperson im Einkauf niemand die Position neu abstimmen muss.
Üblich sind Baumwoll-Polyester-Mischgewebe aus Twill in unterschiedlichen Gewichten sowie reine Baumwollqualitäten, jeweils abgestimmt auf Branche, Waschrhythmus und tägliche Beanspruchung im jeweiligen Arbeitsalltag der einzelnen Abteilung.
Modelle mit höherem Polyesteranteil, etwa 80 Prozent, behalten ihre Form auch nach häufigem Waschen bei höheren Temperaturen besser als reine Baumwollware, trocknen zudem schneller und knittern insgesamt weniger stark. Reine oder überwiegende Baumwollqualitäten punkten dagegen mit einem angenehmeren Tragegefühl bei längeren Schichten und werden häufig in Berufen mit direktem und dauerhaftem Hautkontakt bevorzugt, etwa in der Pflege oder in Küchen mit hohen Temperaturen. Welches Verhältnis am Ende wirklich sinnvoll ist, hängt von Waschintervall, Tragedauer und den klimatischen Bedingungen der jeweiligen Abteilung ab.
Unisex-Modelle folgen einer Buchstabenskala von 2XS bis 4XL, während taillierte Damenmodelle in numerischen Konfektionsgrößen von 38 bis 64 angeboten werden, teils mit eigenem Beinausschnitt und schmalerer Schulterpartie.
Der Unterschied liegt vor allem im Schnitt: Unisex-Kittel sind gerader geschnitten und bieten mehr Bewegungsspielraum, während taillierte Damenmodelle enger am Körper anliegen und häufig zusätzlich einen verstellbaren Gürtel auf der Rückseite besitzen. Bei gemischten Teams empfiehlt sich eine gemeinsame Bestellliste mit beiden Größensystemen, damit am Ende keine Größe versehentlich doppelt oder gar nicht erfasst wird und die Lieferung vollständig ankommt. Eine kurze Anprobe von zwei bis drei Musterstücken in unterschiedlichen Größen schafft vorab Klarheit über die tatsächliche Passform, bevor die restliche Bestellung für das gesamte Team ausgelöst wird.
Am häufigsten kommen Stickerei auf der Brusttasche und Flexdruck oder Siebdruck auf dem Rückenteil zum Einsatz, je nach gewünschter Logogröße, Farbanzahl und alltäglicher Waschbeanspruchung des jeweiligen Modells.
Stickerei gilt als robuster gegenüber häufigem Waschen bei höheren Temperaturen, wie sie in Küchen oder Pflegeeinrichtungen üblich sind, und bleibt über viele Wäschen hinweg konturscharf und gut lesbar, ohne an Farbe zu verlieren. Flexdruck eignet sich besser für größere, mehrfarbige Motive auf dem Rücken, weil hier auch feinere Farbverläufe und Verlaufsschatten möglich sind, die eine Stickerei technisch nicht abbilden kann. In vielen Bestellungen werden beide Verfahren kombiniert: Stickerei für das kleine Logo auf der Brusttasche, Druck für einen größeren Schriftzug auf dem Rücken oder Ärmel.
Die meisten Kittel vertragen regelmäßige Wäsche bei höheren Temperaturen, sollten aber stets nach Herstellerangabe gewaschen werden, um Aufdruck, Stickerei und Passform über Jahre hinweg zu schonen.
Mischgewebe mit hohem Polyesteranteil trocknen schneller und benötigen seltener ein Bügeln, was in Betrieben mit täglichem Waschrhythmus einen spürbaren Zeitvorteil im gesamten Wäschemanagement bringt. Reine Baumwollqualitäten knittern dagegen stärker und profitieren von einer kurzen Trocknerphase direkt nach der Wäsche, bevor sie in den Schrank oder die Umkleide zurückkommen. Ein bedrucktes oder besticktes Etikett mit eigenen Pflegehinweisen kann zusätzlich helfen, dass alle Kittel eines Teams über die gesamte Nutzungsdauer einheitlich und schonend gepflegt werden, statt jede Person das individuell entscheiden zu lassen.
Besonders gefragt sind sie in Gastronomie, Pflege und Medizin, Laboren, Handwerksbetrieben sowie bei Frisör- und Kosmetikdienstleistungen mit direktem, regelmäßigem Kundenkontakt im täglichen Betriebsablauf einer Abteilung.
In all diesen Bereichen verbindet der Kittel Schutzfunktion mit Erkennbarkeit: Gäste, Patienten oder Kundinnen erkennen zuständiges Personal auf den ersten Blick, während das Unternehmen gleichzeitig sichtbar bleibt, ohne dabei aufdringlich zu wirken oder den Arbeitsablauf unnötig zu stören. Auch Ausbildungsbetriebe setzen Kittel gerne ein, um Auszubildende bereits früh optisch und organisatorisch in das bestehende Team einzubinden. Je nach Branche verschieben sich dabei nur Farbwahl, Schnitt und Veredelungsart, das Grundprinzip der schnellen Wiedererkennung bleibt über alle Branchen und Teamgrößen hinweg gleich.
Eine allgemeingültige Mindestmenge gibt es nicht – sie hängt vom gewählten Veredelungsverfahren, der Anzahl der Farben, dem konkreten Modell und dem geplanten Liefertermin für das gesamte Team ab.
Bei Stickerei fällt einmalig ein Digitalisierungsaufwand für das Stickprogramm an, der sich bei größeren Teams schneller amortisiert als bei kleinen Einzelbestellungen mit nur wenigen Stück. Flexdruck oder Siebdruck lassen sich dagegen häufig schon für kleinere Abteilungen wirtschaftlich umsetzen, da die Einrichtung pro Motiv insgesamt deutlich weniger aufwendig ausfällt als bei Stickprogrammen. Bei wachsenden Teams empfiehlt sich außerdem, das Stickprogramm oder die Druckvorlage für spätere Nachbestellungen aufzubewahren, damit neue Mitarbeitende unkompliziert in dieselbe Bestellreihe aufgenommen werden können, ohne die Vorlage neu anzufertigen.
Ob Gastronomie, Pflegeeinrichtung, Labor oder Werkstatt – Material, Größenraster und Veredelungsart lassen sich am besten anhand der täglichen Belastung und des gewünschten Erscheinungsbilds abstimmen. Ein Musterstück vor der Serienbestellung zeigt, wie Stick oder Druck auf dem gewählten Gewebe tatsächlich wirken.
Unser Produktionsteam berät Sie zu Materialwahl, Größenverteilung über gemischte Teams hinweg und zur passenden Veredelungsfläche für Ihr Logo.